Mehl ohne Kohlenhydrate

Mehl ohne Kohlenhydrate

Mehl ohne KohlenhydrateEssen ohne Kohlenhydrate ist ein Trend, der seit einiger Zeit mehr und mehr zunimmt. Eine immer größer werdende Anzahl an Menschen, die gerne abnehmen möchten, sieht eine kohlenhydratfreie Ernährung als den Schlüssel zu einem schlanken und gesunden Körper. Dabei muss aber auf so einiges verzichtet, beziehungsweise die Rezepte abgeändert werden, um kohlenhydratarme Speisen auf den Tisch zu bringen. Mittlerweile ist der Markt für Lebensmittel ohne Kohlenhydrate, beziehungsweise Ersatznahrungsmittel so groß geworden, dass es im Normalfall nicht mehr schwierig sein sollte, ein leckeres Gericht zu zaubern, denn Brot, Schokolade und selbst Mehl ohne Kohlenhydrate sind keine Utopie mehr.


Warum darf es kein Weizenmehl sein?

Weizenmehl wurde bereits im alten Ägypten von der reichen Oberschicht verzehrt. Die arme Unterschicht hatte mit Vollkornmehl auszukommen. Während Weißmehl damals also als wertvoller als Vollkornmehl gesehen wurde, so hat sich diese Sichtweise heute um 180° gewendet. Weißmehl gilt als ungesund, und soll verschiedene Krankheitsbilder wie Arteriosklerose, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes begünstigen.
Außerdem ist es in der „low carb Welt“ als schlecht verschrien. Der Grund dafür ist, dass es eine große Menge an einfachen Kohlenhydraten enthält. Diese einfachen Kohlenhydrate bewirken einen rasanten Anstieg des Blutzuckerspiegels, eine hohe Insulinausschüttung, und Heißhungerattacken, da sie besonders schnell abgebaut werden, und neuerlich Kohlenhydrate verlangt werden.
Doch auch wenn Vollkornmehl als gesünder gilt, da es sich um mehrfach Kohlenhydrate handelt, welche länger satt machen, steckt es dennoch voller Kohlenhydrate.

Mehl ohne Kohlenhydrate

Ein Mehl ohne Kohlenhydrate ist also weder das eine noch das andere.
Zum Glück gibt es aber mittlerweile viele verschiedene Sorten von Mehl ohne Kohlenhydrate auf dem Markt, mit welchen man super kochen und backen kann.

Welche Sorten gibt es?

Auf dem low carb Markt gibt es mittlerweile viele Sorten von Mehl ohne Kohlenhydrate. Was diesen an Kohlenhydraten fehlt, machen sie durch einen erhöhten Anteil an Eiweiß, sowie Ballast– und Nährstoffen wieder wett.

Mehlalternative ohne KohlenhydrateAngewendet können diese Sorten von Mehl ohne Kohlenhydrate wie Weizen- und Vollkornmehl. Man sollte die angegebene Menge in Rezepten aber nicht 1:1 nehmen, sondern muss hier ein wenig variieren.
Wenn 100 g Weizenmehl in den Kuchen kommen, so sind es in etwa 70 g Mandelmehl oder 2 Esslöffel Kokosmehl.
Sollten keine genauen Angaben im Rezept sein, so müssen Sie hier ein wenig experimentieren.

Unter anderen sind diese Sorten auf dem Markt:

  • Mandelmehl
    Mandelmehl besteht nicht aus gemahlenen Mandeln, sondern aus den Resten, die bei der Gewinnung von Mandelöl entstehen. 100 g enthalten zwischen 3 und 12 g Kohlenhydrate. Erhältlich ist das Mehl ohne Kohlenhydrate im Internet- Geschäfte und Reformhäuser bieten es meistens nicht an.
    Besonders geeignet ist es wegen seines leichten Marzipangeschmacks zum Backen.
  • Walnussmehl
    Beinahe aus allen Nüssen kann Mehl ohne Kohlenhydrate hergestellt werden. Welches man auswählt ist Geschmackssache. Walnussmehl hat einen etwas herben Geschmack, und eignet sich daher besonders zum Backen von Brot.
  • Kürbiskernmehl
    Auch dieses Mehl ohne Kohlenhydrate hat einen etwas eigenen Geschmack. Besonders gut macht sich dieser in Brot und Kürbisgerichten.
  • Sojamehl
    Das bekannteste Mehl ohne Kohlenhydrate ist in fast allen Bio-Läden zu kaufen. Man kann entweder gemahlene Sojabohnen, oder die Überbleibsel der Soja-Öl Gewinnung kaufen.
  • Kokosmehl
    Kokosmehl fällt ebenfalls als Überrest bei der Herstellung von Kokosöl an. Mit nur 4 g Kohlenhydraten pro 100 g ist es besonders low carb.
    Da es viel Feuchtigkeit saugt, braucht man relativ wenig Mehl im Teig, doch man muss dafür etwas mehr Flüssigkeit zufügen. Kokosmehl hält Kuchen und Co sehr saftig, und ist in vielen Bio-Läden erhältlich.