Gute Kohlenhydrate

Gute Kohlenhydrate

Gute KohlenhydrateWer sich gesund ernähren möchte, stolpert früher oder später über das Thema „Kohlenhydrate“. In vielen Diäten werden die Kohlenhydrate verteufelt, man solle sie nicht essen, heißt es oft. Eine Ernährung mit wenig Kohlenhydraten habe einen guten Einfluss auf die Gesundheit, wird propagiert. Aber stimmt das alles so, wie es uns gesagt wird, oder steckt doch noch etwas mehr hinter der Thematik? Gibt es so etwas wie gute Kohlenhydrate?


Der Energiespender

Der Körper verbraucht über den Tag verteilt sehr viel Energie. Alleine das Aufrechterhalten der Körperfunktionen wie Herzschlag, Verdauung, Atmung und das Arbeiten aller Organe verbraucht schon sehr viel Energie. Wie viel Energie das genau ist, richtet sich nach Alter, Größe und Gewicht einer Person. Nun kommt noch der Alltag hinzu. Treiben Sie Sport? Ist Ihr Beruf körperlich anstrengend? Haben Sie einen Bürojob? Haben Sie Haustiere oder Kinder? Alles was Sie tun oder nicht tun wirkt sich auf Ihren Energieverbrauch aus.

Und wie nimmt der Mensch die nötigen Energiespender in den Körper auf? Richtig, durch die Nahrung.
Die drei Energiespender, die der menschliche Körper benötigt, sind Kohlenhydrate, Fette und Proteine (Eiweiße).
Kohlenhydrate werden vom Körper besonders schnell gewandelt und stehen daher dem Körper schnell zur Verfügung. Warum ist das so? Ganz einfach, der Prozess des Wandelns von Kohlenhydraten ist für den menschlichen Körper besonders einfach.

Gute Kohlenhydrate = gute Energielieferanten

Arten von Kohlenhydraten im Überblick

Es gibt verschiedene Arten von Kohlenhydraten. Man könnte sie als schlechte und gute Kohlenhydrate bezeichnen.
Zum besseren Verständnis, erst einmal die Kohlenhydratarten:

  1. Monosaccharide: Fructose, Glucose, Galactose
  2. Fructose ist Fruchtzucker (in Obst und Gemüse).
    Glucose ist der Traubenzucker in Obst und Süßigkeiten.
    Galactose ist ein Bestandteil des Milchzuckers.

  3. Disaccharide: Saccharose, Lactose, Maltose
  4. Saccharose ist der Haushaltszucker, der in Gebäck und Süßigkeiten gegeben wird und besteht aus Glucose und Fructose.
    Lactose ist Milchzucker, kommt aber auch in Süßigkeiten vor. Lactose besteht aus Glucose und Galactose.
    Maltose ist Malzzucker und kommt sowohl in Süßigkeiten als auch Malzgetränken vor.

  5. Polysaccharide: Stärke, Glykogen, Ballaststoffe
  6. Stärke kommt vor allem in Getreide und Kartoffeln vor. Davon abgesehen kann man Stärke auch in manchen Obstsorten, Gemüse und Hülsenfrüchten finden.
    Glykogen befindet sich in Muskelfleisch.
    Ballaststoffe in Form von Cellulose oder Pektin findet man Gemüse, Hülsenfrüchten und Obst. Auch Vollkorngetreide enthält Ballaststoffe.


ZuckerGute Kohlenhydrate (Polysaccharide) sind die Kohlenhydrate, bei denen der Körper länger braucht, um Sie zu wandeln. Denn je länger der Körper benötigt um die Kohlenhydrate zu wandeln, desto mehr Energie verwendet er dafür. Auch dauert es eine Weile, bis gute Kohlenhydrate wieder abgebaut sind. Der Blutzuckerspiegel steigt daher langsam und sinkt auch langsam.

Das Gegenteil passiert bei schlechten Kohlenhydraten (Monosaccharide, Disaccharide). Diese werden schnell verarbeitet, sind schnell im Blut aber auch sehr schnell wieder abgebaut. Das Resultat ist, dass man schon bald nach der Mahlzeit wieder hungrig ist, weil der Blutzuckerspiegel schnell steigt und auch schnell wieder sinkt.

Beispiele und Ernährungstipps

Geben Sie Ihrem Körper prinzipiell über Ihre Nahrung etwas Arbeit. Wählen Sie also Nahrungsmittel, bei denen der Körper etwas mehr Aufwand betreiben muss, um Sie zu spalten und zu wandeln.
An Proteinen arbeitet der Körper am längsten, danach kommen die Fette und am einfachsten hat es der Körper mit den Kohlenhydraten. Wählen Sie also hauptsächlich gute Kohlenhydrate, die auch unter der Bezeichnung „langkettige Kohlenhydrate“ bekannt sind.
Einige der Lebensmittel, die viele gute Kohlenhydrate enthalten:

  • Fleisch: Alle Fleischsorten eignen sich.
  • Gemüse: Vor allem die grünen Gemüsesorten sind besonders wertvoll, da sie arm an schlechten Kohlenhydraten sind.
  • Vollkornprodukte: Vollkornbrot, Vollkornnudeln, Pumpernickel, Vollkornmüsli
  • Hülsenfrüchte: Hier eignen sich am Besten grüne Bohnen. In geringen Mengen dürfen es auch mal Linsen oder Erbsen
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Im Gegensatz dazu gehen Sie besonders süßen Obstsorten wie Bananen, Äpfeln oder Trauben aus dem Weg, denn diese sind sehr reich an Fruchtzucker. Wenn Sie Getränke süßen möchten, so können sie das mit Süßstoff tun, um dem weißen Zucker aus dem Weg zu gehen.