Eiweißbrot

Eiweißbrot

EiweißbrotKalorienarme und auch eiweißreiche Speisen lassen die überschüssigen Kilos von der Waage verschwinden, kein Wunder also, dass die Nachfrage nach Eiweißbrot laufend am steigen ist. Ein normales Weizenmischbrot besteht aus nur ca. 5 % Eiweiß, die Eiweißbrote hingegen enthalten über 20 %, dafür aber nur 5 – 6 % an Kohlenhydraten. Die genaue Mengenanzahl hängt natürlich vom Hersteller und von den verwendeten Inhaltsstoffen ab.

Das typische oder herkömmliche Brot wird aus Mehl, Hefe, Wasser und Salz hergestellt. Der angebliche Dickmacher im Brot ist dabei das Mehl, in der Regel Weizenmehl, in dem Kohlenhydrate vorhanden sind. Dadurch wird aber der Blutzucker in die Höhe getrieben und der nicht sofort verwendete Zucker im Organismus wird in Fett umgewandelt.
Eiweißbrot kann man in der Regel nicht mit „normalem“ Brot vergleichen, da die Inhaltsstoffe im Vergleich vollkommen unterschiedlich sind. Die meisten Bäcker verwenden zur Herstellung beispielsweise Soja- oder Weizeneiweiß, Sesam, Leinsamen und auch Sonnenblumenkerne, weshalb Eiweißbrot auch einen weitaus höheren Fettgehalt als das normale Brot hat.


Kann man dadurch wirklich abnehmen?

Arten und Abnehmtipps mit EiweißbrotMit Eiweißbrot alleine kann man nicht abnehmen, da wie schon erwähnt der Fettanteil durch die enthaltenen Zutaten in etwa 10 mal höher sind, als bei einem traditionellen Mischbrot beispielsweise. Das Eiweißbrot hat knapp 250 Kalorien, 100 Gramm Mehrkornbrot hingegen nur 220 Kalorien. Diese Brotmischung ist deshalb vorwiegend für Low Carb Diäten interessant, wenn man zum Frühstück oder am Abend zum Abendessen nicht auf ein oder zwei Scheiben Brot verzichten möchte. Abnehmen kann man nur, wenn die gesamte tägliche Kalorienanzahl unter dem eigentlichen Bedarf liegt.

Gibt es unterschiedliche Arten von Eiweißbrot?

Es gibt verschiedene Arten von Eiweißbrot, da nicht jeder Bäcker oder Hersteller die gleichen Zutaten verwendet. Der Unterschied liegt aber vorwiegend beim Geschmack, da der Hauptanteil eben aus pflanzlichem Eiweiß besteht. Weitere Inhaltstoffe können auch Speisekleie sein, Leinsaat, Apfelfasern, sowie Sojaschrot. Man kann sich sein Eiweißbrot auch selber backen, falls die Angebote im Supermarkt oder beim Bäcker nicht gut schmecken oder einfach nicht zu krustig sind.

Woher kommt es?

Das Eiweißbrot wurde ursprünglich für Menschen entwickelt, die sich an einen Eiweiß Diät Ernährungsplan halten. Ein genauer Erfinder ist nicht bekannt. Durch die zahlreichen Low Carb Diäten und zunehmenden Konsumenten werden aber diesbezüglich ständig neue Produkte auf den Markt gebracht, um bei dieser Ernährungsform trotz allem nicht auf Brot oder Brötchen verzichten zu müssen.

Geniale Rezeptideen für Eiweißbrote


Eiweißbrot mit Magerquark und Mandeln

Zutaten:
Eiweißbrot Rezept

  • 6 Eiweiß, 300 g Magerquark, 100 g Leinsamen
  • 50 g Weizenkleie, 100 g gemahlene Mandeln
  • 1 TL Salz, 2 EL Dinkelvollkornmehl, 3 EL Sonnenblumenkerne
  • 1 Päckchen Backpulver

Zubereitung:
Den Quark mit dem Eiweiß vermischen und darin das Backpulver, Dinkelvollkornmehl, die Mandeln, Leinsamen und die Weizenkleie vermischen und zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Der Teig wird in eine ausgelegte Kastenform gefüllt und mit den Sonnenblumenkernen bestreut. Das Eiweißbrot sollte ca. 50 Minuten im vorgeheizten Backofen bei mittlerer Hitze gebacken werden.


Eiweißbrot mit Haselnüssen

Zutaten:
Nussbrot

  • 300 g Haselnüsse, 30 g Leinsamen, 50 g neutrales Eiweißpulver
  • 500 g Magerquark, 6 Eier, 1 TL Guarkernmehl
  • 5 g Brotgewürz, 20 g Weizenkleie, Salz

Zubereitung:
Die Eier mit dem Quark cremig rühren und die restlichen Zutaten bis auf die Nüsse hinzufügen. Die Haselnüsse werden am Schluss zusammen mit dem Salz in die Quarkmischung untergerührt und dann in eine passende Backform gegeben. Im vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten backen lassen.


Süßes Bananeneiweißbrot

Zutaten:
Bananeneiweißbrot

  • 2 gereifte Bananen, 2 Eier, 1 TL Bananenextrakt
  • 1 TL Vanilleextrakt, 1 TL Backnatron
  • 180 g Eiweißpulver mit Vanillegeschmack
  • 2 EL Sahne, 80 ml Wasser

Zubereitung:
Die Eier und die Sahne mit dem Handrührgerät verquirlen und anschließend das Eiweißpulver mit dem Backnatron vermischen. Die geschälten Bananen werden zu Mus verarbeitet. Dann die gesamten Zutaten noch einmal verrühren bis ein glatter Teig entsteht. Die Backform wird mit Backpapier ausgelegt. Der Teig wird dann ca. 30 Minuten bei mittlerer Hitze im Ofen gebacken.


Eiweißbrot aus gemahlenen Kichererbsen

Zutaten:
Rezept für ein Eiweißbrot aus Kichererbsen

  • 5 Eier, 200 g Kichererbsenmehl, 1 TL Natron
  • 1 TL Salz, 100 g Butter
  • Saatenmischung oder Leinsamen, eine Handvoll

Zubereitung:
Die Eier werden bei diesem Eiweißbrot getrennt, das Eiweiß wird zu einer festen Masse verarbeitet, das Eigelb wird mit den restlichen Zutaten bis auf die Körner oder Samen verrührt. Danach wird das geschlagene Eiweiß locker unter die Mischung gehoben. Die Körner werden erst am Schluss in den Teig verrührt und gegebenenfalls auch auf den Teig in der Backform gestreut. Dann für ca. 50 Minuten in den vorgeheizten Backofen geben.


Scharfes Eiweißbrot mit Zwiebeln

Zutaten:
Ist Eiweißbrot gesund?

  • 8 Eiweiß, 100 g gemahlene Mandeln, 100 g geschroteten Leinsamen, 5 EL Dinkelvollkornmehl
  • 4 EL Weizenkleie, 300 g Magertopfen, 1 Päckchen Backpulver
  • 1 g Chilipulver, 1 gehackte kleine Zwiebel
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Alle Zutaten miteinander vermischen und mit einem Knethacken zu einem festen Teig verarbeiten. Der fertige Teig wird in die Backform gegeben und ca. 50 Minuten im Ofen gebacken. Anschließend sollte er ca. 10 Minuten auskühlen bevor er aus der Form gestürzt werden kann, was bei den anderen Rezepten auch der Fall sein sollte.


Im Internet findet man unzählige Rezepte für erstklassige Eiweißbrote und auch für leckere Eiweißbrötchen für jede Geschmacksrichtung.

Was sind die Vorteile wenn man selber backt?

Die Vorteile sind offensichtlich. Man kann beim backen richtig Geld sparen, da das Eiweißbrot im Verhältnis zum traditionellen Brot doch sehr teuer ist. Auch kann man sich dadurch sicher sein, dass es sich wirklich um gutes Eiweißbrot handelt, da man sich der Zutaten sicher ist. Wer sein Eiweißbrot oder Brötchen ohne Kohlenhydrate selbst herstellt, hat natürlich auch die Garantie, dass keine unnötigen Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker enthalten sind.

Was den Geschmack angeht, so schmeckt selbstgemachtes Brot auf jeden Fall viel besser, vor allem, da man nicht nur bei dem Eiweißbrot die eigene Geschmacksrichtung herausstreichen kann, wie an den oben aufgeführten Rezepten ersichtlich ist. Man kann also scharfes oder würziges Eiweißbrot backen, oder sich auf die süßen Varianten spezialisieren und sein eigenes Rezept für Eiweißbrot erfinden. Selbstverständlich gibt es auch unzählige Thermomix Rezepte für Eiweißbrot.

Für wen ist dieses Brot geeignet?

Ernährung und Sport zum erfolgreichen abnehmenEiweißbrote (Brot ohne Kohlenhydrate) kann im Prinzip jeder essen, der einmal andere Brotvarianten ausprobieren möchte. Ansonsten ist es vorwiegend für Low Carb Diäten als Brotersatz geeignet. Wer allerdings Mischkost vorzieht, sollte auf das Eiweißbrot verzichten, da es einen höheren Fettgehalt hat und auch mehr Kalorien als Vollkornbrote. Auch bei kalorienarmen Diäten sollte man Eiweißbrot vermeiden. Obwohl es in vielen Geschäften als Produkt zum Abnehmen angeboten wird, ist das in den meisten Fällen allerdings nicht der Fall, denn nur wer sich an Low Carb hält, kann damit Gewicht verlieren, ansonsten ist das Eiweißbrot eher eine Kalorienbombe. Gegebenenfalls sollte man sich von seinem Bäcker über die enthaltenen Nährstoffe informieren lassen, um Zweifel auszuschließen.

Allergiker sollten bei Eiweißbrot vorsichtig sein, da in vielen Fällen Gluten enthalten ist, sowie das Brot aus Nussmehlen hergestellt wird, worauf man allergisch reagieren kann.
Eiweißbrot kann ohne weiteres für Sportler optimal sein, oder für Menschen die auf ihren Muskelaufbau Wert legen und gerne Brot essen. Selbstverständlich kann man durch Eiweißbrot alleine keine Muskeln aufbauen, da dieses Nahrungsmittel keine hochwertigen Proteine enthalten.

Auch wer sich an Trennkost hält, kann Eiweißbrot auf den Ernährungsplan setzen, bei der Dr. Pape Diät beispielsweise wird man angeblich durch sein Brot Schlank im Schlaf, da es 27 % Eiweiß und 7% Kohlenhydrate erhält. Ansonsten kann man sich sein Eiweißbrot für Trennkost auch selber backen und als Zutaten z.B. Zucchini, Nüsse und Kichererbsenmehl verwenden.
Eiweißbrot ist auch für Diabetiker geeignet, da ein starker Blutzuckeranstieg durch den geringen Wert an Kohlenhydraten vermieden wird. Was die Broteinheiten angeht, so liegen diese im Durchschnitt bei 0,4 – 0,7 je nach Backmischung und Hersteller auf 100 g Eiweißbrot. Das traditionelle Brot enthält rund 4 Broteinheiten. Allerdings sollten Diabetiker ihren Konsum an diesem Brot in Grenzen halten, da es einen weitaus höheren Fettgehalt aufweist.
Wer sich nicht sicher ist, sollte sicherheitshalber seinen Arzt um Rat fragen.

Wie erkennt man ein gutes Produkt zum kaufen?

Wer sein Eiweißbrot kaufen möchte, sollte unbedingt auf die Liste der Zutaten achten, ist keine vorhanden, dann kann man diese wichtigen Informationen vom Hersteller anfordern. Wie bei vielen anderen Produkten auch, gibt es viele Packungen bei denen die Nährwerte fehlen oder bei denen gemogelt wird. Eine absolute Sicherheit hat man nur, wenn man sein Eiweißbrot selber macht oder auch Informationen mit anderen Low Carb Anhängern in den entsprechenden Foren austauscht.

Schmeckt das Brot?

Vor allem selbstgebackenes Eiweißbrot schmeckt oft viel besser als das Brot was es fertig zu kaufen gibt. Die Geschmacksrichtung ist mit Vollkornbrot zu vergleichen, aber bei dem selbstgemachten Brot kann man sich selbstverständlich nach seinem eigenen Geschmacks richten und die Rezepte dementsprechend durch Gewürze, Kräuter und Mehlsorten ohne Kohlenhydrate anpassen. Leckere Kombinationen zum Eiweißbrot sind Beläge mit Gemüse, beispielsweise Zwiebeln, Tomaten, Kräuter, sowie Eier und Käse. Auch Puten- oder Hähnchenfleisch passt übrigens fantastisch zu dem Eiweißbrot.

Fazit

Eiweißbrot selber zu backen ist nicht schwer.Wer auf eine gesunde Ernährung achtet und so gut wie möglich auf Kohlenhydrate verzichtet, liegt mit dem Eiweißbrot als Alternative zum herkömmlichen Brot sicherlich richtig. Klar sollte allerdings sein, dass es mehr Fett enthält und dass von diesem Brot alleine keine Muskeln aufgebaut werden können und dass auch das Abnehmen damit nicht klappt. Beim Abnehmen muss der Fettgehalt im Auge behalten werden und die tägliche Kalorienzufuhr berücksichtigt werden.
Das Eiweißbrot macht im Verhältnis zum traditionellen Brot schnell satt. Viele Anhänger empfehlen, dieses Lebensmittel nicht frisch zu essen, sondern dann, wenn es einen oder zwei Tage alt ist, da es in diesem Fall leichter bekömmlich ist. Auch ist es besser, das Eiweißbrot mit pflanzlichen Produkten zu integrieren, also nicht unbedingt mit Eiern beispielsweise um die Eiweißzufuhr nicht unnötig zu übertreiben.

Wer unter Nierenproblemen leidet, sollte vom Eiweißbrot absehen, um die Organe nicht noch zusätzlich durch eine zu starke eiweißhaltige Ernährung zu belasten. Spezialisten raten auch bei Gicht und Leberproblemen vom Eiweißbrot ab. Desweiteren sollten auch ältere Menschen auf ihren Eiweißkonsum achten und einschränken.